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Kroatiens südlicher Nachbar Montenegro (Crna Gora, kyrillisch: Црна Гора) hat sich erst spät aus seinem Staatenbund mit Serbien gelöst, in dem es nach dem Verfall des ehemaligen Jugoslawiens in den 1990er Jahren verblieben war.

Im Westen des Landes öffnet sich die fjordähnliche Bucht von Kotor (Boka Kotorska, kyrillisch: Бока Которска), die durch die Halbinsel Tivat in eine äußere und eine innere Bucht geteilt wird. Direkt an der Einfahrt zur äßeren Bucht liegt die Stadt Herceg Novi mit ihrer Riviera. Ebenfalls an der äßeren Bucht liegt der Ort Tivat auf der gleichnamigen Halbinsel. Die innere Bucht wird von zahlreichen beliebten Touristenzielen wie Risan, Perast, Dobrota oder die UNESCO-Welterbstadt Kotor gesäumt. Im Hinterland von Kotor befindet sich die ehemalige Königsstadt Cetinje, von der man in den Lovćen-Nationalpark gelangt.

Blick auf die Bucht von Kotor (2014)
Blick auf die Bucht von Kotor (2014)

Im Südwesten Montenegros reihen sich an einem nur gut 60 km langen Küstenstreifen an der Adria zahlreiche Badeorte dicht aneinander: Von Nord nach Süd erreicht man zunächst die Riviera von Budva, zu der auch die Orte Sv. Stefan und Petrovac na moru gehören, die Riviera von Bar mit Šušanj und Sutomore sowie die Riviera von Ulcinj, die sich bis zur Boljana-Mündung an der albanischen Grenze im Süden erstreckt.

Hinter dem schmalen Küstenstreifen liegt der Skutarisee (Skadarsko Jezero), der teilweise bereits zu Albanien gehört. Der größte Binnensee auf dem Balkan ist ebenfalls ein Nationalpark. Das Zentrum des Nationalparks befindet sich in Virpazar an der Straße von Petrovac nach Podgorica.

Skutarisee bei Virpazar (2014)
Skutarisee bei Virpazar (2014)

Podgorica, die Hauptstadt Montenegros, liegt etwa 50 km vom Meer entfernt im Süden des Landes in einer weiten Ebene hinter dem Küstengebirge. Im Norden dieser Tiefebene befindet sich auch Nikšić, die zweitgrößte Stadt des Landes.

Der gesamte östliche Teil Montenegros ist von hohen, kaum zugänglichen Gebirgen mit tiefen Canyons geprägt. Am bekanntesten ist das Durmitor im Norden, das nicht nur Nationalpark ist, sondern von der UNESCO auch zum Weltnaturerbe gezählt wird. Hier findet man auch die berühmten Canyons der Piva und der Tara. Letzter gilt als tiefster Canyon Europas.